Biss - bis ins hohe Alter

 

Da nachweislich immer mehr ältere Menschen immer mehr natürliche Zähne besitzen, ist der Erhalt eventuell noch vorhandener eigener Zähne bzw. vorliegender hochwertiger prothetischer Versorgungen eine wichtige Voraussetzung, nicht nur für das positive äußere Erscheinungsbild der Betroffenen, sondern auch zur Gesunderhaltung des Gesamtorganismus des älteren Menschen.

 

Wir wissen aus einer auf Forschungsergebnissen basierenden Stellungnahme der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ), dass bei Patienten mit unzureichend gepflegten eigenen Zähnen und Zahnersatz ein signifikant erhöhtes Risiko für Pneumonien besteht und dieses Risiko durch regelmäßige Zahn- und Zahnersatzpflege und Reinigung sowie durch Desinfektion der Mundhöhle signifikant gesenkt wird. Auch konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden, dass Mundhöhlenerkrankungen– insbesondere Parodontitis – mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Diabetes mellitus einhergehen.

 

Unter Berücksichtigung aller vorher genannten Aspekte wurde das Referat Alterszahnheilkunde durch den Vorstand der Kammer geschaffen und dem Verfasser zur Bearbeitung anvertraut. Da die Beziehungen der Zahnärztekammer zur Universitätsklinik Homburg sehr gut sind, ergab sich in mehreren Treffen eine enge Zusammenarbeit, die von Seiten der Universitätsklinik durch Herrn Prof. Dr. Pospiech und seinem Oberarzt, Dr. Mohammad Abed Rabbo, wahrgenommen wird.

 

 

Ziele des Konzepts Alterszahnheilkunde

 

  1. Aufklärung der Betroffenen und Angehörigen über altersspezifische Zusammenhänge zwischen  Allgemeingesundheit und Zahngesundheit.
  2. Aufklärung und Schulung über die Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer altersspezifischen  zahnmedizinischen Prophylaxe und Mundhygiene, sowie zur Pflege eigener noch vorhandener  Zähne und Zahnersatzes sowie dessen Handhabung.

 

 

Zielgruppen des Projektes

 

  1. Senioren- und Pflegeheime
    • Umfrage zur Bedarfsermittlung und Abfrage zur Bereitschaft der Mitarbeit
    • Informations- und Schulungsangebote für Personal und Pflegekräfte der Einrichtungen
      (Zertifikatsausstellung durch die Kammer)
    • Informations-Veranstaltungen für Bewohner und interessierte
      Angehörige bzw. BetreuerInnen in den Einrichtungen
  2. Ambulante Pflegedienste
    • Information und Schulungsangebot für Personal (Zertifikatsausstellung durch die Kammer)
  3. Allg. Öffentlichkeit
    • Informationsveranstaltungen in ausgesuchten Kommunen für interessierte Seniorinnen und Senioren
    • Zu diesen Informationsveranstaltungen sollen auch alle pflegenden Personen/Familienangehörige eingeladen werden.
  4. Altenpflegeschulen
    • Integration eines Moduls „Altenzahnpflege“ in die Ausbildung mit Unterrichtung durch
      Zahnärztinnen und Zahnärzte, so wie es bereits an der Krankenpflegeschule der Universitätsklinik
      Homburg erfolgt.

 

 

Download des gesamten Artikels „Biss - bis ins hohe Alter“

 

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